- Auftraggeber
Stadt Hattingen
- Jahr
2025
- Partner
Auer Weber Architekten
- Vergabeart
Verhandlungsverfahren mit einphasigem hochbaulichem und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb
Erweiterung und den Neubau des Gymnasiums Waldstraße, Hattingen
2025, 2. Preis
- Projektdaten
- Auftraggeber
Stadt Hattingen
- Jahr
2025
- Partner
Auer Weber Architekten
- Vergabeart
Verhandlungsverfahren mit einphasigem hochbaulichem und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb
- Auftraggeber
Lehren und Lernen in der heutigen Wissensgesellschaft verändert sich und damit die Orte, an denen gelehrt und gelernt wird. Auch in Hattingen muss im Rahmen dieses Transformationsprozesses die Bildungslandschaft, nicht zuletzt aufgrund des erhöhten Bedarfs an Bildungseinrichtungen sowie der Modernisierungsnotwendigkeit, einer grundlegenden Entwicklungsperspektive zugeführt werden.
Mit dem Traditionsstandort des Gymnasiums Waldstraße entsteht eine moderne und am Gemeinwohl orientierte Lernlandschaft, die bereits vorhandene Einrichtungen und denkmalgeschützte Substanz mit den neuen Schulbaukörpern zu einer städtebaulichen Einheit verbindet.
Wir verfolgen das primäre Ziel den Schulstandort in Hattingen zu einem Lehr- und Lernort des Lebensalltags zu entwickeln, der das soziale Miteinander in einer durch wachsende Migrationsprozesse immer heterogener werdenden Gesellschaft befördert.
Leitbild
Das Leitbild folgt dem Prinzip einer multicodierten Lehr- und Lernlandschaft. Ein Gebäudeensemble aus unterschiedlichen Zeitschichten, das das Vorgefundene zu einem großen Ganzen wie selbstverständlich städtebaulich verbindet und den Bildungsort zukunftssicher aufstellt. Der „Grüne Kragen“ als konturgebende Fassung bleibt vollständig erhalten. Die Gebäudekonfiguration aus Alt und Neu umschließt den grünen Schulpark, der mit den außenliegenden Freianlagen verbunden ist.
Freiflächen-Funktionskonzept
Funktionale Zonierung des Schulcampus in Ruhender Verkehr und Erschließung an den Grundstücksflanken, bewegungs- und geräuschintensive Nutzungen im Zentrum, Ruhe- und Lernzonen mit Naturerfahrungsbereichen im Norden.
Baumbilanz und Entsiegelung
Größtmöglicher Baumerhalt und Schaffung eines durchgrünten und teilentsiegelten zentralen Schulparks zur Verbesserung des Mikroklimas und der Aufenthaltsqualität
Regenwassermanagement
Nachhaltiges Regenwassermanagement mit einem synergetischen System aus Sammlung, Rückhaltung, Wiederverwendung, Versickerung und Verdunstung
FREIRAUM
Maximaler Erhalt und minimalinvasiver Eingriff in den Vegetationsbestand lauten unsere Entwurfsstatuten für den Freiraum in den Randbereichen. Daher spielt der Freiraum auch im Hinblick auf eine grau-grün-blaue Infrastruktur eine wesentliche Rolle. Zentraler Baustein ist der mittig gelegene Schulpark, der die vorhandene Asphaltöde ersetzt. Neben seiner Nutzung als gemeinschaftlich genutzter Aktivitäts- und Pausenhoffläche bietet er durch seine Aufenthaltsmöglichkeiten für schulische und außerschulische Veranstaltungen eine sinnvolle Balance zwischen Umweltökologie und Schulhoffreizeit. Theater, Schul- und Sportfeste, aber auch Schulflohmärkte oder Quartiersveranstaltungen am Wochenende sind im Sinne einer sozialen Quartieraktivierung denkbar. Der Witterungsschutz sowohl bei übermäßiger Sonneneinstrahlung aber auch Regenereignissen wird über die gebäudebegleitende Pergolastruktur gewährleistet, unter deren begrüntem Dach neben den Fahrradabstellanlagen ebenfalls Aktivitäten und Aufenthalte verortet sind. Daneben ist die Schulhoffläche zentraler Bestandteil des Regenwassermanagements, da sie im Falle von Starkregenereignissen als Retentionsraum herangezogen werden kann.
Im nördlichen Freibereich zur Mensa werden die pädagogisch geprägten Nutzungen mit Ruhe- und Lernzonen bzw. Naturerfahrungsbereichen platziert. Ein Freiluftklassenzimmer kombiniert mit Gartenlaboren und Werkbänken ermöglichen die Vermittlung von praktischen Lernmodulen. Unterstützt wird das Konzept über eine Außenbibliothek.
Die motorisierte Befahrbarkeit des zentralen Schulhofes ist zwar möglich aber lediglich den Notverkehren vorbehalten. Alle anderen Erschließungsverkehre, u.a. zu den nördlich gelegenen Sportanlagen, werden in die seitlichen Verkehrsflächen integriert. Die 85 Pkw-Stellflächen werden teilversiegelt befestigt wobei die sieben Behindertenstellplätze in unmittelbarer Nähe zu den Eingangszonen positioniert werden. Für die Mensaversorgung werden ebenfalls über die Westseite Erschließungs- und Rangierflächen vorgesehen.






